Die offiziellen Beziehungen mit Sickte hat Polkowice durch den Sportklub "Gornik" Ende der 80-er Jahre angeknüpft.
Am 18. Oktober 1996 in Polkowice und am 27. Juni 1997 in Sickte wurde offiziell beiderseitige Wille zur Erhaltung der Beziehungen bestätigt, es wurde ein Vertrag über die Freundschaft und Zusammenarbeit unterschrieben.
Die Zusammenarbeit wird in verschiedenen Gebieten geführt, u. a. in Sport, Kultur, es kommt zu den Jugendtreffen (es wurde ein Vertrag zwischen den Pfadfindern der Gemeinde Sicke und Gemeinde Polkowice unterschrieben), es wurden Ausstellungen organisiert, die Errungenschaften beider Partnergemeinden präsentierten (am 27.06.1997 in Sickte und am 23-25.06.1999 in Polkowice.Eine Tanzgruppe aus der Gemeinde Sickte trat während der "Tagen von Polkowice" im Jahre 2000 auf. Im Jahr 2004 besuchte eine Sickter Freundschaftsdelegation mit Vertretern aus dem Gemeinderat sowie von Vertretern von Sickter Vereinen und Verbänden die Partnerstadt Polkowice. Im Rahmen dieses Besuches wurde ein Freundschaftslinde gepflanzt und eine Erinnerungsstehle gesetzt.
Zur Geschichte von Polkowice
1276 wurde von Polkowice bereits als Stadt gesprochen, 1291 bekam Polkowice ein eigenes Wappen verliehen. 1365 kam der Ort zu Böhmen. Ein Brand im Jahr 1457 zerstörte Teile der Stadt. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg kam Polkowitz 1742 zu Preußen, wo es bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges als Landstadt im Landkreis Glogau verblieb. Im Jahr 1937 wurde Polkwitz in Heerwegen umbenannt.
Am 8. Februar 1945 wurde die Stadt von der Roten Armee besetzt und kam als Polkowice unter polnische Verwaltung. Im selben Jahr verlor Polkowice seinen Status als Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im kommunistischen Polen die Schwerindustrie und der Abbau von Bodenschätzen forciert. Nun wurden auch in der Gegend von Polkowice und Lubin die größten Kupfervorkommen Polens erschlossen, was mit einem rasanten Wachstum der kleinen Stadt einherging. So konnte Polkowice 1967 das Stadtrecht wieder erlangen. In den 1980er Jahren zählte die Stadt schon 20.000 Einwohner und es waren zahlreiche neue (Plattenbau-) Wohnsiedlungen außerhalb der Altstadt entstanden. Das Stadtzentrum selbst verfiel und die kleinstädtische Bebauung rings um den Marktplatz wurde abgerissen. Nach der politischen Wende in Polen änderte sich die städtebauliche Einstellung und die Altstadt wurde mit neuen, an die abgerissenen Häuser angelehnten Gebäuden bebaut – das Stadtzentrum wurde revitalisiert.