Aus gegebenem Anlass


Informationen zum Corona-Virus (u.a. zur Öffnung der Samtgemeindeverwaltung)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Samtgemeinde Sickte,

die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus bestimmen zurzeit unseren Lebensalltag.
Gemeinsam kann uns diese Eindämmung gelingen. Dies setzt voraus, dass wir uns an die durch das Land Niedersachsen und den Landkreis Wolfenbüttel verfügten Einschränkungen und an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts halten. So können wir Zeit gewinnen um unser Gesundheitssystem zu stärken und die Forschung und Erprobung von Medikamenten und Impfstoffen voranzutreiben. Seien Sie also bitte vernünftig und richten Sie Ihren Alltag nach den gebotenen Maßgaben aus. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung des Virus und schützen sich und andere vor einer Erkrankung.
Die Restriktionen zur Eindämmung des Corona-Virus stellen auch eine teilweise existentielle Herausforderung für Selbstständige und Unternehmen dar. Die Bundesrepublik Deutschland, das Land Niedersachsen, der Landkreis Wolfenbüttel und die Wolfenbütteler Unternehmerfamilie Mast haben Unterstützungsprogramme aufgelegt, aus denen Zuschüsse und Kredite für geschädigte Selbstständige und Unternehmen gewährt werden. Aktuelle Informationen und weiterführenden Links hierzu erhalten Sie auf der Homepage des Landkreises Wolfenbüttel (Link siehe unten).

Da sich die Situation hinsichtlich der Corona-Pandemie weiter entspannt, wird der Zugang zur Verwaltung der Samtgemeinde Sickte etwas erleichtert.
Ab Dienstag, den 02. Juni 2020 kann in allen Angelegenheiten auch ohne Terminvereinbarung spontan die Verwaltung zu den bekannten Öffnungszeiten aufgesucht werden. Allerdings wird dringend empfohlen weiterhin Termine zu vereinbaren, somit können Wartezeiten reduziert werden. Bürgerinnen und Bürger, die Termine vereinbart haben, genießen Vorrang gegenüber „Spontanbesuchern“. Die Eingangstür bleibt jedoch weiterhin geschlossen. Nur unter Angabe des aufzusuchenden Mitarbeiters wird Einlass gewährt, damit bei Überfüllung des Hauses oder in bestimmten Bereichen reagiert und der Zugang gesteuert werden kann.

Terminvereinbarung bitte unter der Rufnummer 05305 / 20 99 0

Eheschließungen werden weiterhin durchgeführt.
Für Trauungen besteht weiterhin die 20 Personenregelung (Standesbeamtin, Brautpaar, Trauzeugen und 15 Gäste).
Es dürfen keine Sektempfänge im oder am Herrenhaus stattfinden.

Bargeldeinzahlungen sind bis auf weiteres in der Samtgemeindekasse nur in wichtigen Fällen nach Terminvereinbarung möglich.

Veranstaltungen und Ausstellungen im Herrenhaus finden bis auf weiteres nicht statt.

Gelbe Säcke sind im Getränkemarkt Gerlich, Schöninger Straße 23, bei Karin Koch – Toto Lotto Presse – im Edeka Markt, Bahnhofstraße 3 in Sickte oder im Getränkemarkt Evessen, Schöppenstedter Straße 10 in 38173 Evessen erhältlich. In der Verwaltung werden bis auf weiteres keine Gelben Säcke ausgegeben.

Es haben sich in unserer Samtgemeinde Sickte diverse ehrenamtliche Gruppen gebildet, die zum Beispiel Einkaufshilfen für Mitbürger mit erhöhtem Infektionsrisiko (zum Beispiel aufgrund von Alter oder Vorerkrankungen) anbieten. Für dieses Engagement bedanke ich mich auf das Herzlichste. Scheuen Sie sich bitte nicht, von diesen Hilfen Gebrauch zu machen. Zur Weitervermittlung wenden Sie sich gerne an uns als Samtgemeindeverwaltung (Tel.: 05305/2099-0).

Ich bin guter Hoffnung, dass es uns mit Vernunft und Disziplin gemeinsam gelingen wird, diese schwere Phase zu überwinden. Lassen Sie uns körperlich Distanz wahren und trotzdem Zusammenstehen.
Ich freue mich auf vielen persönliche Begegnungen mit Ihnen nach Überwindung der derzeitigen Krise.
Ich wünsche Ihnen Gesundheit und starke Nerven in dieser schweren Zeit und verbleibe
mit herzlichen Grüßen

Ihr
Marco Kelb
(Samtgemeindebürgermeister)


Presseinformation
- Sechs Monate mit dem Corona-Virus im Landkreis Wolfenbüttel -

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 17. März 2020 meldete das Gesundheitsamt die erste nachgewiesene Infektion mit dem Corona-Virus im Landkreis Wolfenbüttel. Am 17. September kann somit auf sechs Monate mit dem Corona-Virus im Landkreis Wolfenbüttel zurückgeschaut werden.

Entwicklung der Fallzahlen


Die Fallzahlen im Landkreis Wolfenbüttel schnellten nach dem ersten Fall deutlich in die Höhe. Bereits einen knappen Monat später wurde der höchste Wert an Neuinfektion an einem Tag erreicht: 20 neue Fälle verzeichnete das Gesundheitsamt alleine am 15. April. Der Höchstwert von rund 48 Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner wurde an diesem Tag festgestellt. Die hohe Zahl hängt mit dem tragischen Corona-Virus Ausbruch in einem Pflegeheim in Schladen zusammen.

Ab Mai entspannte sich die Lage etwas. Zwischen dem 9. Juni und 12. Juli gab es keinerlei Neuinfektionen. Einzelfälle kamen dazu und schließlich ab August eine zweite kleinere Welle, die zum großen Teil auf Reiserückkehrende zurückzuführen war. Mit Beginn der kälteren Jahreszeit ist mit einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen zu rechnen.

Das Gesundheitsamt stellte bisher insgesamt 1.637 Quarantäne-Bescheide aus. Schließlich werden nicht nur Infizierte unter Quarantäne gestellt, sondern auch Kontaktpersonen und Verdachtsfälle. Auch die Anträge auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz werden vom Landkreis bearbeitet.

Ermittlungsarbeit im Gesundheitsamt

Hinter jeder Fallzahl und jedem Verdachtsfall steht viel Aufwand für das Gesundheitsamt. Im März wurden die übrigen Aufgaben des Amtes zurückgefahren, um sich ganz auf die Eindämmung des Virus zu konzentrieren. Unter anderem wurde ein Ermittlungsteam eingerichtet, das Kontaktpersonen identifiziert und Infektionsketten nachverfolgt. Seit Anfang Mai unterstützt zudem ein Containment-Scout des Robert-Koch-Institutes das Gesundheitsamt. Ein Telefondienst wurde eingerichtet, um die vielen Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von Arztpraxen, Einrichtungen und Pflegeheimen entgegenzunehmen und zu bearbeiten.

Die Situation konnte bisher gut bewältigt werden, weil viele Kolleginnen und Kollegen aus vielen anderen Bereichen der Landkreisverwaltung und auch neu gewonnene sich innerhalb kurzer Zeit in neue Aufgaben eingearbeitet haben und auch in den Abendstunden und am Wochenende im Einsatz waren. Das Gesundheitsamt ist seit März praktisch jeden Tag besetzt, zu Hochphasen wurde bis in die Nacht gearbeitet.

Das zusätzlich eingerichtete Bürgertelefon des Landkreises ist seit dem 9. März, also seit mittlerweile 27 Wochen zu erreichen. Besonders stark ist der Informationsbedarf immer nach der Veröffentlichung von neuen Verordnungen des Landes Niedersachsen. Immer noch rufen jeden Tag Bürgerinnen und Bürger an, die Fragen zu Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, Hygienekonzepten, Einhaltung der Maskenpflicht, Testungen und weiteren Themen haben.

Kontrollen und Bußgelder

Das Ordnungsamt des Landkreises und die Ordnungsdienste von Stadt und Gemeinden hatten und haben mit der Kontrolle und der Durchsetzung der zahlreichen Verordnungen alle Hände voll zu tun. Während des Lockdowns überprüften die Kolleginnen und Kollegen in Zusammenarbeit mit der Polizei unter anderem, ob Lokale und Läden geschlossen blieben, später, ob Abstände und Maskenpflicht eingehalten wurden. Zurzeit kontrollieren die Ordnungsdienste in den Kommunen auch stichprobenweise, ob die Hygienekonzepte für Veranstaltungen, die vorab vom Gesundheitsamt geprüft wurden, eingehalten werden.

242 Verfahren zu Verstößen gegen die Corona-Verordnungen hat die Bußgeldstelle des Landkreises insgesamt erfasst. Am häufigsten wurde gegen die Einhaltung des Mindestabstandes verstoßen.

Zusammen gegen das Virus

Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises, der Gemeinden, der Stadt, der Polizei, sowie des Klinikums und des Katastrophenschutzstabes kommen seit Anfang März in einem Krisenstab unter der Leitung von Landrätin Christiana Steinbrügge zusammen. Bisher hat der Stab 27 Mal getagt, um sich gegenseitig über aktuelle Entwicklungen zu informieren und erforderliche Maßnahmen zu veranlassen. Zu Hochphasen der Corona-Krise tagte der Stab mehrmals in der Woche in der Landkreisverwaltung, aktuell noch nach Bedarf.

Landrätin Christiana Steinbrügge blickt auf die etwas über sechs Monate währende Zeit des Krisenstabes: „Unser Ziel war und ist es, vor die Lage zu kommen. Gemeinsam haben wir die aktuellen Entwicklungen beobachtet, bewertet und Maßnahmen getroffen, um das Corona-Virus einzudämmen. Wir haben uns die wechselnde Verordnungslage angeschaut und beraten, wie wir die Anforderungen erfüllen können. Dem wachsenden Testbedarf konnten wir dadurch gerecht werden, dass der DRK Kreisverband Wolfenbüttel innerhalb kürzester Zeit eine Teststation für den Landkreis Wolfenbüttel bereitgestellt hat. Zudem stand ein Behelfskrankenhaus in Wolfenbüttel quasi in den Startlöchern. Wir sind sehr froh, dass wir dieses nicht gebraucht haben.“

„Noch ist die Krise aber nicht vorbei. Die ersten sechs Monate waren Kräfte zehrend, aber wir haben die Situation gemeistert – dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten und des umsichtigen und verantwortungsvollen Verhaltens der allermeisten Bürgerinnen und Bürger. Darauf setzen wir auch in den kommenden Wochen und Monaten.“, so Landrätin Christiana Steinbrügge weiter.


Der Landkreis Wolfenbüttel berichtet über den Coronavirus.
Aktuelle Informationen des Gesundheitsamtes.

Das Land Niedersachsen informiert über den Coronavirus

- Hygiene-Tipps: So verhalten Sie sich richtig in der Viruszeit
- Hinweise für Schulen und Kindertagesstätten
- Hinweise für Großveranstaltungen
- Das sollten Sie tun bei Verdacht auf eine Corona-Infektion
- Hinweise für Unternehmen
- Hinweise für Berufstätige
- Hinweise für Pflegeheime und ambulante Pflegedienste
- Hinweise für Reisende
- Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Informationen des Landes Niedersachsen - Coronavirus





Aktuelles im Blick...

alle Neuigkeiten »